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Informationen im Sterbefall
Ein Angehöriger ist im Haus verstorben - was ist als Erstes zu tun? Sie sollten baldmöglichst einen Arzt verständigen. Er stellt den Tod des Verstorbenen fest und fertigt den Totenschein. Auch ist es sinnvoll frühzeitig den örtlichen Pfarrer und ein Bestattungsunternehmen bzw. die Leichenfrau des Dorfes zu informieren. Wenn es Ihnen möglich ist: Nehmen Sie sich genug Zeit zum Abschied am Totenbett Ihres Angehörigen. Geben Sie auch anderen Verwandten die Gelegenheit dazu. Geben Sie Ihren Tränen Raum und Zeit.
Im Krankenhaus oder Heim verstorben
Viele Krankenhäuser und Pflegeheime bemühen sich heute, den Angehörigen von Verstorbenen angemessene Räume anzubieten, in denen die Umgebung Zeit und Raum bietet, lange genug und ungestört Abschied zu nehmen. Diese Zeit ist wichtig. Überlegen Sie aber auch durchaus die Möglichkeit, die Mutter, den Vater, den Verstorbenen noch einmal zu sich nach Hause bringen zu lassen. Dort, wo er oder sie lange gewohnt hat, ist oft der angemessenste Ort des Abschieds.
Und was machen wir mit den Kindern?
Viele Eltern fürchten sich davor, ihre kleinen Kinder mit dem Tod und ihrer Trauer zu konfrontieren. Da Kinder aber auf jeden Fall spüren, dass da irgendetwas passiert ist, da sie die Trauer der Angehörigen wahrnehmen, auch wenn diese sich das nicht anmerken lassen, wollen sie gerne mit hineingenommen werden in die Ereignisse dieser Tage. Da Kinder noch nicht so lange mit einem Menschen verbunden waren, ist auch ihre Tiefe der Trauer anders. Meist fällt es ihnen leichter, Abschied zu nehmen als Erwachsenen. Vor allem aber hilft es ihnen, wenn sie spüren, dass das Rätselhafte, was nun passiert, von all den anderen Anwesenden so akzeptiert wird: Der Sarg und vor allem später das Hineinsenken in die Erde.
Oftmals können Kinder auch Ihre Eltern trösten. Gegen die Trauer bei Klein und Groß hilft immer wieder das Gespräch, die Erzählungen von früher, das gemeinsame Ansehen von Bildern und das Reden und Nachdenken über den "Himmel".
Aussegnung Die Tradition der Aussegnung im Haus und die Überführung des Verstorbenen in das Leichenhaus ist ein nächster, guter Schritt des Abschiednehmens. Wenn sie dies wünschen, vereinbaren Sie mit Ihrem Pfarrer einen Termin.
Begleitung durch das Bestattungsunternehmen und Freunde Viele Menschen fühlen sich von den Vorbereitungen zur Bestattung überfordert. Eine Grabstelle ist zu suchen, Formalitäten zu erledigen, Angehörige möchten informiert sein, eine Todesanzeige soll formuliert werden. Hier können Ihnen Freunde oder ein Bestattungsunternehmen wertvolle Hilfe sein.
Beerdigungsgespräch Im Gespräch mit dem Pfarrer sind nur wenige Formalien zu erledigen. Ihrem Pfarrer wird es darum gehen, Sie in Ihrer Trauer wahrzunehmen, zu erspüren was Sie bewegt und Ihnen tröstend beizustehen. Im Blick auf die Beerdigung ist es hilfreich, wenn Sie vom Verstorbenen erzählen. Vielleicht haben Sie sogar einen kleinen Lebenslauf parat. Können Sie sich an Lieder erinnern, die der oder die Verstorbene gerne gesungen hat? Pfarrer sind oft dankbar, wenn Sie ihnen sagen können, welcher Konfirmations- oder Trauspruch den Toten ein Leben lang begleitet hat.
Gottesdienst zur Bestattung Der Ablauf ist von Ort zu Ort sehr unterschiedlich. Auf unseren Dörfern wird meist in der Kirche ein Beerdigungsgottesdienst vor oder nach der Bestattung auf dem Friedhof abgehalten. In der Stadt Uffenheim beginnt die Trauerfeier in der Aussegnungshalle und endet am Grab.
Rechtliche Regelungen Eine kirchliche Bestattung kann in der Regel nur Angehörigen der evangelischen Kirche gewährt werden. Ungetaufte Kinder evangelischer Eltern, frühverstorbene Kinder, bei denen die Nottaufe nicht mehr möglich war, und totgeborene Kinder haben ein Anrecht darauf, kirchlich bestattet zu werden.
Wünschen die Angehörigen von Verstorbenen, die nicht Mitglied der Kirche waren, die kirchliche Bestattung, so soll dieser Wunsch ausführlich mit der Pfarrerin, dem Pfarrer besprochen werden. Die Entscheidung eines Menschen, der Kirche nicht angehören zu wollen, muß ernst genommen werden. Andererseits soll der Wunsch der Angehörigen nach biblischer Verkündigung, Fürbitte und Begleitung ebenfalls respektiert werden.
Diese Spannung kann nur gemeinsam aufgelöst werden. Ist eine kirchliche Bestattung nicht möglich, kann eine andere Form der kirchlichen Begleitung gefunden werden. Hat sich ein Mensch selbst das Leben genommen, dann ist der Trost, den eine kirchliche Bestattung geben kann, besonders notwendig. Die kirchliche Begleitung der Angehörigen ist besonders geboten.
Lieder zur Bestattung Im Evangelischen Gesangbuch finden sie Lieder zur Bestattung unter den Nummern 516 bis 535.
Es können aber auch andere Lieder, die Ihnen in diesem Augenblick wichtig sind oder die für den Verstorbenen wichtig waren, gesungen werden.
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